Freitag, 4. Mai 2012

Photography by Alex Prager.

 

Den Namen Alex Prager dürfen wir uns für die Zukunft merken. Die 29-jährige Amerikanerin ist selbsternannte Photographin und Filmkünstlerin. Bis Prager ihren Weg zu den Ausstellungsräumen renommiertester Museen fand, vergingen allerdings einige Jahre. Ihre Wege führten sie von Kalifornien nach Florida, in die Schweiz und schließlich wieder zurück. Mit unkonventionellen Mini-Jobs hielt sich die junge Kunstliebhaberin über Wasser. Sie arbeitete in einer Autowaschanlage, einer Internetfirma und verteilte Flyer für Partys in Los Angeles. Teilweise hatte sie bis zu drei Jobs gleichzeitig. Hätte ihr damals jemand gesagt, dass sie in nächster Zeit Topmodel Anja Rubik für die Vogue photographieren würde, hätte sie denjenigen schier für verrückt erklärt.

Ein wichtiges Schlüsselereignis veränderte das Leben von Prager schließlich grundlegend. Nach dem Besuch einer Ausstellung der Photographie-Legende William Egglestone, beschloss Prager selbst zu photographieren. Jene Ausstellung, die als Quelle ihrer Inspiration zu sein schien, war lediglich der Stein, der endlich alles ins Rollen brachte.
In kleinen Galerien begann die talentierte Photographin ihre Werke auszustellen. Und jetzt, ein paar Monate später, findet man ihre Photographien in den renommiertesten Museen der Welt, wie dem MoMA in New York, der Kunsthalle in Wien oder dem NRW-Forum in Düsseldorf.

Wie keine andere schafft Prager es, auf ungezwungene und glamouröse Art, den 50er und 60er Charme bekanntester Filmklassiker mit ihren Bildern zu vereinen. Die Grenzen der Film- und Photokunst verlaufen nahezu ineinander. Und vielleicht ist genau das das Geheimnis ihres Erfolgs.

R.H.B.

 



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